Fühlst du dich FREI in deinem Leben?

03.03.2019

Einer meiner wichtigsten Grundwerte war schon immer FREIHEIT. Ich habe seit meiner Jugendzeit immer versucht, mich nicht zu sehr festzulegen. Beruflich zumindest. Mir alles offen zu lassen, damit ich nicht irgendwann "gezwungen" bin etwas zu tun, das ich doch nicht möchte. Das Problem dabei war, ich habe nach der Freiheit immer im Außen gesucht und nicht im Innen. Im Außen habe ich sie auch immer mehr erreicht! Ich liebte meine Zeit an der Tourismusschule und liebte es noch mehr, dass ich danach so viele Möglichkeiten habe. So viele Möglichkeiten, alles stand mir offen und ich wusste aber trotzdem nicht, was ich wirklich will und konnte mich nicht für etwas entscheiden. Ich machte dann Verschiedenes, Jobs, die sich dann halt gerade anboten, die ich zwar nicht unbedingt annehmen wollte, aber ich wusste ja nicht, was ich stattdessen machen soll. (Und trotzdem: Jeder meiner Jobs hat sich dann als besser herausgestellt, als ich ihn mir vorgestellt hätte und ich bin heute noch dankbar für alles, was ich lernen und erleben durfte!) Ich hatte aber eben trotz meiner guten Ausbildung und meiner Wahlmöglichkeiten bei meiner Jobsuche und -auswahl aber immer das Gefühl der Unfreiheit. Ein Gefühl des "Müssens", des "Gefangenseins" und der "Machtlosigkeit".

Erst vor kurzem erkannte ich, dass das Problem nicht im Außen liegt. Mir war zu Zeit nicht bewusst, dass es mir nichts bringt, alle Möglichkeiten im Außen offenzuhalten, wenn ich innerlich nicht frei bin, etwas von dem tollen Angebot auch anzunehmen. Mir fehlte es einfach an Selbstbewusstsein und Ur-Vertrauen. Da war viel zu viel Angst zu scheitern, mich zu blamieren, nicht gut genug zu sein. Also besser keine Entscheidungen treffen. Immer eine Ausrede finden. Diese Angst ist teilweise auch heute noch da, aber ich fühle mich nicht mehr so machtlos, weil ich weiß, dass ich selbst die Macht in meinem Leben habe und traue mich, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Ich muss mich nicht mehr irgendwo hineinschubsen lassen, sondern treffe mehr Entscheidungen selbst. Das fällt mir erst seitdem leichter, seit ich genug innere Stärke und Ur-Vertrauen habe, um auch hinter meinen Entscheidungen zu stehen.

Es war für mich also notwendig, die Freiheit, die im Außen bereits vorhanden war, auch immer mehr im Innen entstehen zu lassen. Ich arbeite immer noch daran, mir endlich erlauben, so zu sein, wie ich bin, mich nicht mehr verstellen zu müssen. Und auch daran, dass ich es immer leichter schaffe, Verantwortung zu übernehmen. Erst vor kurzem habe ich erkannt, dass Verantwortung zu übernehmen nicht bedeutet sich unfrei zu machen und sich zu binden, sondern viel mehr Freiheit mit sich bringt, als ich dachte!

Das Freiheits-Thema durchzieht auch andere Bereiche meines Lebens. Das Gute ist aber, wenn man sie im Innen hat, ist das eine Erleichterung in ALLEN Lebensbereichen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist für mich unser Gesellschaftssystem, in dem ich mich trotz vieler Vorgaben, ständiger Angstmacherei und Manipulation immer weniger eingeschränkt oder unfrei fühle. Ich muss aber klarstellen: ich verurteile nichts von all dem, weil ich weiß, diese Dinge sollen eigentlich Lernchancen für uns sein! Ich bin der felsenfesten Überzeugung, wenn es die Angstmacherei, Manipulation und das Niedrighalten von außen nicht mehr gäbe, würden wir uns trotzdem nicht frei fühlen und wir wären innerlich trotzdem noch lange nicht frei. Wenn man beginnt, seine Gedanken gründlich mit dem Herzen zu überprüfen, vor allem jene, die mit "Man muss...", "Man kann ja nicht...", "Ich muss...", "Ich kann aber nicht...", "Es ist unmöglich...", beginnen, findet man nach und nach soooo vieles, das man sich gar nicht aufzwingen lassen müsste! Mein Herz hilft mir zu erkennen, dass viele meiner Ängste unnötig sind und verhilft mir daher zu viel innerer Freiheit. Meine hilfreichsten Begleiter auf diesem Weg sind Energiearbeit, Meditation, die Natur, die Zeit, die ich mir nehme und The Work von Byron Katie. Danke!

Die Freiheit, die du IN dir hast, kann dir niemand mehr nehmen! 💗

Alles Liebe!

Huberta Weissenbacher